Die Geschichte der Tibeterteppiche aus dem Hochland von Tibet

Teppiche waren im Hochland von Tibet weitestgehend der Oberschicht vorbehalten, sie wurden vom Klerus verwendet und vom Adel. Alle Tibeterteppiche wurden mit wenigen Ausnahmen als Einzelstücke gefertigt.

Die Geschichte der Tibeterteppiche aus dem Hochland von Tibet
Teppiche waren im Hochland von Tibet weitestgehend der Oberschicht vorbehalten, sie wurden vom Klerus verwendet und vom Adel. Alle Tibeterteppiche wurden mit wenigen Ausnahmen als Einzelstücke gefertigt.

Dieses seltene Foto entstand 1959 auf der Flucht des Dalai Lamas auf seinem Weg zum Natulapass ins indische Exil.

Das Pferd des Dalai Lama ist mit einer Pferdesatteldecke in der Schmetterlingsform geschmückt.

Es ist auch der seltene Brokatrand auf diesem Makden zu erkennen als besonderes Zeichen des ranghohen Reiters.



Die ältesten bekannten Teppiche aus dem einstmals wesentlich größerem Hochland von Tibet stammen aus dem 8. Jahrhundert und wurden in den Städten der nördlichen Seidenstraße gefertigt.

Aufgrund der Tatsache, daß ein alter oder antiker Teppich im Hochland erst dann ersetzt wurde, wenn er völlig verbraucht war, sind heute keine Teppiche mehr erhalten geblieben, die älter sind als 150 Jahre.

Tibeterteppiche wurden im Hochland von Tibet in den Klöstern verwendet, dort fanden sie als Sitztteppiche, Sitzläufer, Meditationsteppiche, Thronteppiche, Säulenteppiche und Türteppiche Verwendung.

In den feinen privaten Haushalten fand man sie als Sitz und Schlafteppiche,- Khaden, als Kissenteppiche,- Jabuye, als Türteppiche,- Goyo sowie als Meditationsteppiche,- Kagangma.

Es gab in Tibet mit wenigen Ausnahmen keine Teppiche für den Bodeneinsatz, lediglich einige große tibetische Staatsklöster hatten die seltenen großformatigen Exponate in Verwendung.

Als 3. große Gruppe finden sich die großen und kleinen Pferdesatteldecken, Makden und Masho.

Der Makden war der Untersattel am Pferderücken, dieser war durch den Sattel bzw. Sattelgurt am Pferd befestigt.

Der Masho,- die kleine Pferdesatteldecke wurde lose oben am Sattel platziert, sie konnte so bei einer Rast schnell abgenommen werden um so auch als Sitzteppich unterwegs zu dienen.

Von der großen Pferdesatteldecke sind uns vier verschiedene Grundformen bekannt.

1; Die mongolische Form, diese ist an beiden Seiten abgerundet,- sie ist extrem selten.

2; Die Rechteckform, die ebenfalls nur selten anzutreffen ist.

3; Die Schmetterlingsform, die durch ihre Spezialform an einen dekorativen Schmetterling erinnert.

4; Die aristokratische Form, der an beiden Schmalseiten eine eingestutzte Ecke aufweist.

Aufgrund der Tatsache, daß der oben am Sattel liegende Masho einer größeren Strapaz unterlag, sind mehr große als kleine Pferdesatteldecken erhalten geblieben.

Diese Satteldecken wurden immer im Paar hergestellt, das heißt, sie waren mustergleich oder verwandt ausgeführt.

Auf Ministerebene wurden sogar Goldbrokatt-Pferdesatteldecken verwendet, diese sind sehr selten und stellten damals die Rolls Royce Ebene dar.

Bei den großen Tibeterfesten gab es traditionellerweise die spannenden Pferderennen, nur die schnellsten und edelsten Pferde hatten noch eine große Pferdedecke in Trapezform,- das Takheb,- in der Ausstattung.

Damit wurde das Pferd vor dem Rennen aufgewärmt bzw. danach wieder abgedeckt um Verkühlungen vorzubeugen.

Das Leittier in einer Pferdekarawane wurde noch zusätzlich mit dem Pferdejuwel,- dem Thekeb geschmückt.

Dies ist ein kleiner dreiecksförmiger Miniteppich, der dem Leittier zum Schutz gegen die bösen Geister auf die Stirn gebunden wurde.

Der tibetische Teppich präsentiert sich uns hinsichtlich seiner Muster in einer unglaublichen Bandbreite, was die verschiedenen Teppichmusterungen betrifft.

Es finden sich hier verschiedenste religiöse Darstellungen, nebst elementaren, floralen sowie geometrische Zeichnungen.

Tibeterteppiche bestechen durch ihr fröhliches und farbenfrohes Kolorit, dies spiegelt auch die einstige Lebenfreude dieser Menschen aus dem Hochland von Tibet..

Die kolorierten Handknüpfteppiche waren auch ein angenehmer Kontrast in der Weite des tibetischen Hochlands, das in vielen Gegenden bzw. zu bestimmten Jahreszeiten sehr karg und auch eintönig war.

Ich konnte bis heute über 100 spezifische Tibetermuster hinsichtlich ihrer Musterbedeutung entschlüsseln, die jeweils einen klaren Hintergrund, eine klare Bedeutung bzw. eine spezielle Qualität in ihrer Aussage haben.

Im weiteren beschreibe ich alle präsentierten neuen Teppiche aus dem Hochland von Tibet, viel Spaß beim Anschauen, vielleicht finden finden auch zu Ihnen einige Tibeterteppiche aus unserer einmalig schönen und ethnologisch wertvollen Tibet-Art-Collection.

Mittlerweile sind schon in vielen Lebensräumen unserer Kunden in Europa und in Übersee unvergleichlich schöne und ethnologisch wertvolle Zeugnisse aus dem Hochland von Tibet eingezogen.
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Tibet Art Collection - Die handgeknüpften Märchen aus dem Hochland

Am Anfang stand die Sammlerleidenschaft, gefolgt vom Versuch, das Wissen über dieses tibetische textile Welt-Kultur-Erbe zu erhalten, manifestiert in der neuen Tibet-Art-Collection.( <-- eine Seite zurück )
Tibet Art Collection - Die handgeknüpften Märchen aus dem Hochland

Am Anfang stand die Sammlerleidenschaft, gefolgt vom Versuch, das Wissen über dieses tibetische textile Welt-Kultur-Erbe zu erhalten, manifestiert in der neuen Tibet-Art-Collection.( Inhaltsverzeichnis )
Mayer Teppiche

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Wir präsentierten eine Teppich-Sonderausstellung im Heinrich Harrer Museum

In der Museums-Saison 2003 haben wir die schönsten unserer antiken Tibeterteppiche im weltbekannten Heinrich Harrer Museum in Hüttenberg/Kärnten präsentiert!( nächstes Kapitel -->> )
Wir präsentierten eine Teppich-Sonderausstellung im Heinrich Harrer Museum

In der Museums-Saison 2003 haben wir die schönsten unserer antiken Tibeterteppiche im weltbekannten Heinrich Harrer Museum in Hüttenberg/Kärnten präsentiert!
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